Hochwasser- und Küstenschutz

Hochwasser­risiko­management-Richtlinie (2. Zyklus): Bereich Unterer Main – Modelle und Berech­nungen als Grundlage für Hochwasser­gefahren­karten/Hochwasser­risiko­karten (HWGK/HWRK)

In Vorbereitung der Erstellung der Hochwasser­gefahren- und Hochwasser­risikokarten im Rahmen der Richtlinie 2007/60/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Oktober 2007 über die Bewertung und das Management von Hochwasserrisken (EG-HWRM-RL), sollten die Hochwasser­gefahren­flächen neu ermittelt werden. Gemeinsam mit dem Büro Aquasoli, Siegsdorf, erhielt die Tractebel Hydroprojekt den Zuschlag für zwei Lose. Tractebel Hydroprojekt bearbeitete schwerpunktmäßig das Los ‚Unterer Main‘. Dieses Los beinhaltete 22 Gewässer­abschnitte.

Oft handelte es sich um eng verbaute Gewässer in Siedlungs­gebieten, nicht selten mit langen verdolten Abschnitten. Für diese Abschnitte wurden eigene 2D-Modelle erstellt, um deren Leistungs­fähigkeit adäquat berücksichtigen und damit den Ausuferungs­abfluss bei Überlastung, im hydronumerischen Modell abbilden zu können.

Der Projektworkflow erfolgte in Abgabepaketen, jeweils abgenommen nach fachlicher Prüfung durch Qualitäts­sicherung und Wasser­wirtschaftsämter. Verzögerungen im Bereich der Vermessung konnten durch flexibles Management der Projektleitung sowie durch selbst durchgeführte Ergänzungs­vermessungen wieder aufgeholt werden.

Auftraggeber: Bayerisches Landesamt für Umwelt

Bearbeitungszeitraum: 2017 – 2019

Hauptdaten:
Anzahl Gewässer­abschnitte: 22
Länge vermessene Gewässer: ca. 140 km
Länge modellierter Gewässer: ca. 170 km
Summe Modellgebiete: ca. 6600 ha

Leistungen:
Gewässer­begehungen inkl. Fotodokumentation
Koordinierung terrestrische Vermessung von 19 Gewässern durch mehrere Vermessungsbüros (NAN)
Durchführung terrestrische Vermessung für 2 Gewässer
Datenaufbereitung für HIS’3D
Aufbau von hydronumerischen Modellen für 21 Gewässer (FSG, LASER_AS-2D, SMS)
Überarbeitung des 2D-Modells für ein Gewässer
Kalibrierung und Sensitivitäts­analyse für die Modelle (je nach Datenlage)
Deichlegeszenarien (1 Modell)
Hydronumerische Berechnungen für je 5 Lastfälle
Regelmäßige Abstimmungen mit Qualitätssicherer, Wasser­wirtschafts­ämtern und dem LfU