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Wasserkraft in Hambach?

Mit dem vorgezogenen Braunkohlenausstieg in Deutschland wird auch die Kohleförderung im Tagebau Hambach bereits Ende dieses Jahrzehnts eingestellt. Die Folgenutzung des Tagebaus mit der Befüllung zum Tagebausee beginnt entsprechend ab 2030.

Die etwa 36 km² große Wasserfläche wird ein Volumen von etwa 4.320 Mio. m³ und eine Tiefe von bis zu 360 m aufweisen. Die Wassermengen für die Befüllung des Tagebausees sollen über 40 Jahre aus dem Rhein herangeführt werden. Wassermenge und Fallhöhe vom Tagebaurand zum jeweiligen Befüllstand des Tagebausees stellen ein erhebliches energetisches Potential dar, welches zur Energieerzeugung genutzt werden kann.

Bereits 2021 wurde von Tractebel Hydroprojekt eine Machbarkeitsstudie und darauf aufbauend die Vorplanung für die sichere Einleitung der Wassermengen in den Tagebausee erstellt. Parallel dazu wurden auch die grundsätzlichen Optionen einer Wasserkraftnutzung und deren wirtschaftliche Perspektiven untersucht. Dies hat den Auftraggeber offenbar überzeugt, sodass die RWE Power AG uns auch den Auftrag für die Vorplanung der Wasserkraftnutzung erteilt hat. Die Vorplanung wird im 1 Quartal 2024 abgeschlossen werden. Daran anschließend ist die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für die Einleitung und die Wasserkraftnutzung vorgesehen.

Robert Achatz – München