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03.12.2018

Wermsdorfer Teiche – Mehrere Talsperren saniert

Schalungsarbeiten für die Hochwasserentlastungsanlage am Rodaer Damm

Die Talsperre Döllnitzsee bildet als Hauptsperre zusammen mit den Talsperren Göttwitzsee und Horstsee das Gewässersystem Wermsdorfer Teiche. Die Wermsdorfer Teiche liegen im Landkreis Nordsachsen, haben eine überörtliche Bedeutung für den Hochwasserschutz und dienen der intensiven Fischzucht. 

Seit 2007 erfolgten im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen, Betrieb Elbaue/Mulde/Untere Weiße Elster, eine Vielzahl von Planungen und Baumaßnahmen an den verschieden Absperrbauwerken und Betriebseinrichtungen. Nach Abschluss der derzeitig durchgeführten Ertüchtigung des Rodaer Dammes und dem Ersatzneubau der dazugehörigen Betriebseinrichtungen sind alle wesentlichen Bauwerke an den Wermsdorfer Teichen an die allgemein anerkannten Regeln der Technik angepasst. Für die Döllnitz wurde damit auch der gewöhnliche Hochwasserrückhalteraum um 0,50 Mio. m³ auf 0,62 Mio. m³ erhöht und für den Saubach ein Hochwasserrückhalteraum von 0,44 Mio. m³ bereitgestellt. Im Gesamtsystem wurden ca. 1,8 km Damm instandgesetzt. Grundablass und Hochwasserentlastung sind an den vier Absperrbauwerken (Hauptsperre, Vorsperre, Göttwitzsee, Rodaer Damm) neu errichtet worden.

Die Talsperren wurden mit elektrotechnischen Anlagen und mit MSR-Technik ausgerüstet. Die in den MSR-Schränken an den einzelnen Bauwerken bereitgestellten Daten können somit in die Leitzentrale nach Rötha übermittelt werden. Für die Lahmeyer Hydroprojekt GmbH begann das Projekt 2007 mit Retentionsberechnungen. Bis 2018 wurden 10 Mio. € verbaut und fünf Baustellen, teilweise auch in Fachlose unterteilt, abgewickelt. Die Planungen aller bautechnischen Anlagen außer dem Verteilerbauwerk erfolgten durch Lahmeyer Hydroprojekt.

Linda Ißleib, Lars Schaarschmidt – Weimar