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20.08.2018

Sperrwerk Meldorf – Erneuerung der Stemmtore mit den zugehörigen Antrieben

Das Sperrwerk Meldorf – Blick vom Miele Speicherbecken Richtung Meldorfer Bucht

Das im Jahr 1977 erbaute Sperrwerk Meldorf liegt im Speicherkoog in der Meldorfer Bucht, im Landkreis Dithmarschen in Schleswig- Holstein. Aufgrund der erheblichen Schädigung der vorhandenen aus Bongossiholz hergestellten Stemmtore des Sperrwerkes Meldorf durch Bohrwurm und Pilzbefall wurde nur noch eine begrenzte mögliche Nutzung der Tore bis zum Jahr 2020 ausgesprochen.

Ein entstandener Schadensfall hat zu einer weiteren unkontrollierbaren Minderung der Standhaftigkeit der Torflügel geführt. Im Auftrag des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) werden die Sperrwerkstore mit den zugehörigen Antrieben, unter Berücksichtigung von neuen Vorgaben und der aktuellen DIN für Stahlwasserbau, erneuert.

Die in der Sohle verankerten Spurlager werden zusammen mit den Toren und den Halslagern erneuert. Es soll eine Umstellung auf verwindungssteife Stahltore erfolgen. 

Eine genaue Kontrolle und Überwachung der Antriebskräfte soll gewährleistet werden, da gezeitenabhängig mit einer ständigen Versandung auf der Sohle des Bauwerks zu rechnen ist. Von den Stemmknaggen bis zu den Dichtungen der Sohle und der Wendesäule ist das gesamte Bauwerk auf die vorhandenen Holztore konzipiert. Hier sollte insgesamt eine technische Möglichkeit geschaffen werden, die Holztore durch Stahltore zu ersetzen und die vorhandene Bauwerksstruktur ohne größere Bauwerksänderungen zu nutzen. Auch eine Erhöhung der Tore um einen Meter wurde während der Planung umgesetzt, um für zukünftige Hochwasserpegel gerüstet zu sein.
Heiko Scholz – Magdeburg