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17.09.2018

Sanierung der Grundablassleitungen an der Talsperre Sosa erfolgreich abgeschlossen

Auswurfstrahl aus dem linken Grundablass

Am 15. August 2018 fand nach reichlich einjähriger Bauzeit die Sanierung der Grundablassleitungen an der Talsperre Sosa ein erfolgreiches Ende. Die wasserwirtschaftlichen Aufgaben dieser Betriebseinrichtung wie die Hochwasservorentlastung, die Entleerungsmöglichkeit des Stauraums, die Abgabe von Tiefenwasser und die Bereitstellung von Rohwasser für den örtlichen Wasserversorger wurden damit gestärkt.

Die Talsperre Sosa, 1952 als „Talsperre des Friedens“ eingeweiht, besitzt zwei Grundablässe DN 800 in getrennten Stollen. An beiden Grundablässen sind wasserseitig Absperrklappen DN 800 und luftseitig Ringkolbenventile DN 600 zur Regelung des Durchflusses verbaut. Nach den Ringkolbenventilen folgen 90°-Segmentkrümmer DN 1000, die im Tosbecken münden.

Die Lahmeyer Hydroprojekt GmbH erhielt im Jahr 2012 den Auftrag zur Vorplanung. Außerdem wurde eine Zustandserfassung der Leitungen beauftragt. Dazu wurden Restwanddickenmessungen an den Rohrleitungsformstücken und Schichtdickenmessungen am äußeren Korrosionsschutz durchgeführt sowie Schweißnähte intensiv geprüft. Im Ergebnis wurde die Vorzugsvariante des Planers bestätigt und von der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen als Auftraggeber in den Leistungsphasen Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den Ersatzneubau der Rohrleitung von der wasserseitigen Armatur bis zum Tosbecken in Auftrag gegeben. Im Sommer 2016 wurde der Vertrag für die restlichen Leistungsphasen geschlossen. Im Frühjahr 2017 erfolgte die Ausschreibung und die Beauftragung der ortsansässigen Rohrleitungsfirma STRÜDER Rohr-, Regel- und Meßanlagen GmbH, Schneeberg, die im Mai 2017 mit dem ersten Bauabschnitt begann.

Neben den neuen Rohrleitungen DN 800, PN 10 aus Stahl mit Polyamid- Pulverbeschichtung wurde im Schieberhaus des linken Grundablasses eine neue Kranbahn mit Kran und Laufkatzträger gebaut  Ein spezielles Gewerk war der Korrosionsschutz der erdverlegten Segmentkrümmer DN 1000 nach den Ringkolbenventilen, auf die eine hochverschleißfeste Korrosionsschutzschicht mit vergleichsweise unüblich großen Schichtdicken appliziert werden musste. Hierzu wurden hochadhäsive Fabrikate mit keramischen Einlagen auf Epoxidharzbasis sowie Deckbeschichtung mit Polyurethanbindemitteln eingesetzt.

Neben der Bauoberleitung und der Objektüberwachung der technischen Anlagen war die Lahmeyer Hydroprojekt GmbH während der Bauzeit mit der Werkplanprüfung, der Fertigungsüberwachung der Rohrformstücke nach DVGW GW 350 und des Werkskorrosionsschutzes sowie mit der Überwachung des vor Ort applizierten Korrosionsschutzsystems in den Segmentkrümmern DN 1000 beauftragt.

Die Maßnahme wurde aufgrund der guten Zusammenarbeit aller Baubeteiligten termingerecht und innerhalb des Budgets zur vollsten Zufriedenheit des Bauherrn abgeschlossen. Hierzu sei an dieser Stelle allen Beteiligten gedankt. Martin Stärker – Dresden