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24.09.2018

Neubau des Kraftwerkes Töging

3-D-Baugrubenmodell mit Ankern

Mitte des Jahres 2014 wurde die Lahmeyer Hydroprojekt GmbH von der Verbund Innkraftwerke GmbH mit der technischen Planung für den Neubau des Kraftwerkes Töging am Inn für die Leistungsphasen 1 bis 7 beauftragt. Nach Fertigstellung der Ausschreibungsunterlagen im März 2018 erfolgte die Ausschreibung der Bauleistungen für den Neubau des Kraftwerkes.

Da der Baubeginn vom Bauherrn bereits für den Oktober 2018 avisiert war, begann Lahmeyer Hydroprojekt bereits im Juni 2018 mit der Ausführungsplanung für die Baugruben der neuen Kraftwerksanlage sowie für die rechte Einlaufmauer am Oberwasserkanal, die als unverankerte Schlitzwand mit nach hinten auskragenden T-Spornen konzipiert wurde. Das Baugrubensystem für das neue Kraftwerk besteht aus den Baugruben für das Einlaufbauwerk, die Druckrohrleitungen, das Krafthaus und den Auslaufbereich. Die Baugruben sowie ein Großteil des neuen Kraftwerkskomplexes werden während des laufenden Betriebes des nebenanliegenden bestehenden Kraftwerkes hergestellt. Das vorhandene Heberbauwerk für die Schwallentlastung des bestehenden Kraftwerkes trennt die Baugruben des neuen Kraftwerkes vom Oberwasserkanal. Erst zu einem späteren Zeitpunkt nach ca. drei Jahren Bauzeit wird das neue Kraftwerk an den Oberwasserkanal angeschlossen.

Für die Ausführungsplanung der Baugruben wurde im Autodesk Revit 2018 ein 3-D-Modell für den gesamten Baugrubenkomplex sowie für die T-Lamellenschlitzwand im Oberwasserkanal modelliert. Während für die Baugruben des Einlaufbauwerkes, der Druckrohrleitungen, der seitlichen Anbauten am Krafthaus und des Auslaufbereiches Bohrpfahlwände vorgesehen sind, ist für die tiefe Krafthausbaugrube eine in eine tiefliegende Dichtschicht einbindende Schlitzwand geplant (Schlitzwandlänge ca. 70 m). Die teilweise sehr eng gestaffelten Rückverankerungen der Baugrubenwände konnten im 3-D-Modell auf Kollision geprüft werden. Nach Fertigstellung des 3-D-Baugrubenmodells konnten die gewünschten Lage- und Schnittdarstellungen erzeugt und auf den einzelnen Ausführungsplänen abgebildet werden. Zudem konnten alle für eine Ausführungsplanung erforderlichen Angaben, wie zum Beispiel die Darstellung der technischen Kenndaten von Ankern und Bohrpfählen, aus dem Autodesk Revit 2018 automatisch ausgelesen und auf dem jeweiligen Ausführungsplan dargestellt werden. Matthias Feldmann – München