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25.06.2021

Hydraulischer Modellversuch zum HRB Oberfüllbruch

Laserscan des aufgebauten Modells zur Verifizierung des Modells gegenüber der Planung bzw. des Planungs-DGMs

Laserscan des aufgebauten Modells zur Verifizierung des Modells gegenüber der Planung bzw. des Planungs-DGMs

Unmittelbar nach der Gründung der Geschäftsstelle Freiburg im Jahr 2017 erhielten wir vom Regierungspräsidium Karlsruhe den Auftrag für die Sanierung des Hochwasserrückhaltebeckens Oberfüllbruch, das nördlich der Stadt Karlsruhe liegt. Der Retentionsraum und das zugehörige komplexe Gewässernetz wurden im Wesentlichen in den 1930er Jahren, im Rahmen der sogenannten Pfinz-Saalbach-Korrektion, errichtet.

Mit seinen ca. 2,0 Mio. m³ Inhalt und einer vollständig bewaldeten Fläche von ca. 200 ha dient der Retentionsraum vorrangig dem Hochwasserschutz an Pfinz und Pfinz-Entlastungskanal. Die ihn auf ca. 3,8 km Länge begrenzenden Dämme sind auf ihrer gesamten Länge entsprechend dem aktuellen Stand der Technik wiederherzustellen. Weiterhin waren die zugehörigen Ein- und Auslaufbauwerke in die Planung zur Sanierung des Beckens mit einzubeziehen. Inzwischen liegt die Entwurfs- und Genehmigungsplanung vor.

Aufgrund der komplexen Randbedingungen wird seit 2020, zum Nachweis der hydraulischen Leistungsfähigkeit des neuen Einlaufbauwerks und zur Optimierung der Steuerung des Gesamtsystems, ein physikalischer Modellversuch im Maßstab 1:20 vorbereitet und durchgeführt.

Den Auftrag für das Flächenmodell mit den Abmessungen 15 m x 11 m erhielt das Institut für Wasserbau und technische Hydromechanik der Technischen Universität Dresden. Der Versuchsstand wurde in der neu errichteten Wasserbauversuchshalle errichtet, für die Tractebel Hydroprojekt von 2011 bis 2014 die rohrtechnische Ausrüstung für den Wasserkreislauf konzipiert und den Bau überwacht hatte. Der Geschäftsbereich Dresden begleitet den Aufbau, die Durchführung und die Auswertung des Modellversuchs.

Dr. Holger Haufe – Dresden, Matthias Höhne – Freiburg i. Br.