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16.05.2022

Hochwasserschutz Eisenach - Fortsetzung der Bauarbeiten

Vorlandabtrag und Schalungsarbeiten für die neue HWS-Wand

Nachdem in den Jahren 2015 bis 2019 der Maßnahmenkomplex (MK) I zum Hochwasserschutz der Stadt Eisenach an der Hörsel realisiert worden war, haben im Dezember 2020 die Arbeiten zum MK II begonnen, der gemäß Bauvertrag 2023 abgeschlossen sein soll. Ziel ist der Hochwasserschutz für das Stadtgebiet Eisenach und dort angesiedelter Industrie- und Infrastrukturanlagen vor seltenen Hochwasserereignissen der Hörsel.

Bauherr ist der Freistaat Thüringen, vertreten durch das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Natur­schutz (TLUBN) mit Sitz in Jena. Die Tractebel Hydro­projekt GmbH war nach europaweiter Ausschreibung zunächst mit den Planungen der Leistungsphasen 1 bis 4 der HOAI beauftragt worden und nach Vorliegen der jeweiligen Planfeststellungsbeschlüsse (für MK I und MK II getrennt) mit der jeweiligen Ausführungsplanung, Bauoberleitung und örtlichen Bauüberwachung.

Der aktuell im Bau befindliche MK II erstreckt sich von Fluss­km 3+950 bis 6+780, also auf 2,830 km beidseitig entlang der Hörsel. Er umfasst im Wesentlichen folgende Maßnahmen: Rückbau von vorhandenen Deichanlagen, Neubau von Deichen und HWS­Wänden, Vorlandabtrag und Geländemodellierungen, Neubau von Ufer­ und Böschungssicherungen sowie von Unterhal­tungs­ und Radwegen, Neubau von Bauwerken wie Siele und Ausläufe sowie Bauwerke in und an Versorgungs­anlagen, Umverlegung einer Trinkwasserleitung, Neubau von ökologischen Strukturmaßnahmen, Herstellen der Durchgängigkeit im Gewässer sowie Neupflanzung von Gehölzen und sonstige Landschaftsbaumaßnahmen. Weitere Abschnitte im Raum Eisenach sind die Maß­nahmenkomplexe III, IV (Hörsel) und V (Nesse). Davon sind bislang der Maßnahmenkomplex III in der Ausfüh­rungsplanung sowie der Maßnahmenkomplex IV in der Grundlagenermittlung / Vorplanung. Ziel ist die Verbes­serung des Hochwasserschutzes im Bereich der Stadt Eisenach.

Steffen Hagenloch - Weimar

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