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18.04.2020

Grundinstandsetzung des Altarmwehres Quitzöbel

Baustelle des Altarmwehres (Quelle: WNA Magdeburg)

Das Altarmwehr Quitzöbel liegt im Nordosten Sachsen-Anhalts und ist Bestandteil der Wehrgruppe Quitzöbel, die aus insgesamt vier Wehranlagen besteht. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist Eigentümerin von zwei Wehranlagen, dem Altarmwehr und dem Durchstichwehr.

Die Wehrgruppe Quitzöbel schützt die Havelniederung vor Elbehochwasser, dient der Kappung eines Hochwasserscheitels der Elbe, reguliert den Wasserstand der unteren Havel und ermöglicht eine Niedrigwasseraufhöhung der Elbe. Das Altarmwehr wurde von 1935 bis 1937 gebaut. Es besteht von Nord nach Süd aus dem 3,60 m bis 8,00 m breiten Wehrpfeiler A1, dem 25,00 m breiten Wehrfeld, dem 3,85 m breiten Mittelpfeiler A2, der 5,30 m breiten und 22,80 m langen Kahnschleuse sowie dem 3,77 m bis 5,00 m breiten Schleusenpfeiler A3. Die Pfeiler A2 und A3 bilden mit der Sohle der Kahnschleuse einen Trogquerschnitt. Nördlich der Anlage steht das Betriebsgebäude. Bestandteil der Ausschreibung ist die Grundinstandsetzung des Altarmwehres. Von der Grundinstandsetzung sind neben der Wehranlage auch die Schleuse und das Betriebsgebäude betroffen. Die Hauptbauleistungen beinhalten folgende Leistungen:

– Wehrschütz demontieren, neu herstellen und wieder montieren (ca. 175 t)

– ca. 450 m³ Beton, bewehrt und unbewehrt, abbrechen und wieder einbauen

– Errichten von Maschinenhäusern aus Mauerwerk und Stahlbeton

– Ertüchtigung und Einbau der vorhandenen Schleusenobertore sowie Neubau der zugehörigen Antriebsbrücke

– Ertüchtigung bzw. Teilneubau und Einbau von Revisionsverschlüssen

– 10.000 m³ Bodenmaterial der Fangedämme zurückbauen

– Rück- und Neubau eines Betriebsgebäudes und der Nachrichten- und Elektrotechnik.

Am 12.06.2018 erhielt die Tractebel Hydroprojekt GmbH vom Wasserstraßen- Neubauamt Magdeburg den Auftrag für die Bau- und Fertigungsüberwachung, die Planprüfung sowie die bauvertragliche Unterstützung. Die Bauarbeiten sollen im III. Quartal 2021 abgeschlossen werden.

Tobias Schaulat – Magdeburg, Tim Geier – Hamburg