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25.11.2020

Doppelter Spatenstich am Dortmund-Ems-Kanal

Der symbolische erste Spatenstich (Quelle: JOHANN BUNTE)

Der symbolische erste Spatenstich (Quelle: JOHANN BUNTE)

Der anhaltenden Corona- Situation zum Trotz hat am 22.10.2020 der feierliche erste Spatenstich für die Baumaßnahmen zum Ersatzneubau der Schleusen Rodde und Venhaus stattgefunden. Seit 2009 ist die Tractebel Hydroprojekt GmbH gemein- sam mit ihren Partnern in der Ingenieurgemeinschaft „INGE-Dortmund-Ems- Kanal“ mit den Planungen für die insgesamt fünf neuen Schleusen betraut.

Insbesondere für die Standorte Rodde und Venhaus wurden viele der herausfordernden Planungsaufgaben – unter anderem für den Massivbau der Schleusen, der Schleusenbaugruben, der Schleusenvorhäfen sowie die geplanten Freiwasserleitungen – von der Tractebel Hydroprojekt übernommen. Hinzu kamen weitere Ingenieurfachleistungen wie z. B. Planung des Bauwerksmonitorings der neuen und alten Schleusen während und nach der Bauzeit.

Auch wenn die Feierlichkeiten infolge der Corona-Pandemie nur im kleineren Rahmen stattfinden konnten, nahmen an der Veranstaltung neben Vertretern des Wasserstraßen-Neubauamtes-Datteln unter anderem der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer, Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann, der Staatssekretär im NRW-Verkehrsministerium Dr. Hendrik Schulte, Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt sowie einige Gäste teil.

Bundesminister Andreas Scheuer betonte dabei: „Auch wenn sich die Zeiten ändern, bleibt doch eines konstant: Die Bedeutung des DEK für Wirtschaft, Verkehr und vor allem die Menschen der Region. […] Dass er dieser Bedeutung auch in Zukunft gerecht wird, investieren wir aktuell 630 Millionen Euro in Ausbau und Instandhaltung des Kanals.“

Auch Minister Althusmann versicherte in seiner Festrede: „Wir werden uns auch weiterhin für den schnellstmöglichen Neubau aller fünf Schleusen am Dortmund-Ems- Kanal einsetzen. Wer Straßen entlasten will, muss Schienen und Wasserwege ertüchtigen. Unser Ziel ist die durchgängige Befahrbarkeit für Großmotorgüterschiffe im norddeutschen Wasserstraßennetz und die gute Erreichbarkeit der Seehäfen im niederländisch-niedersächsischen Ems-Dollart-Raum.“

Dies bekräftigte auch Herr Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: „Ziel der Landesregierung ist es, mehr Güter aufs Schiff zu verlagern. Voraussetzung für eine leistungsfähige Binnenschifffahrt sind intakte Wasserstraßen. Der Bau der Schleusen auf dem Dortmund-Ems-Kanal leistet einen wichtigen Beitrag. Jetzt kommt es darauf an, weiter Tempo zu machen. Nordrhein-Westfalen setzt sich für einen Aktionsplan Wasserstraßen ein, der die Projekte strukturiert und beschleunigt. So kommen wir voran.“

Der DEK soll künftig durchgängig mit modernen Großmotorgüterschiffen von bis zu 135 Metern Länge befahren werden können. Mit dem Ersatzneubau der Schleusen in zukunftsfähigen Abmessungen werden die Voraussetzungen dafür geschaffen.

Am Standort Gleesen haben die Baumaßnahmen bereits vor zwei Jahren begonnen. Nun kommen die Standorte Rodde und Venhaus hinzu. Die Standorte Hesselte und Bevergern werden folgen. Aktuell ist geplant, dass die Bauarbeiten an bis zu drei Standorten parallel erfolgen sollen.

Die geplante Fertigstellung aller fünf Schleusenstandorte ist nach derzeitigem Kenntnisstand im Jahr 2033.

Alexander Jarisch – Weimar