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22.03.2017

Schiffshebewerk am Drei-Schluchten-Staudamm ausgezeichnet

Gruppenfoto Finsterwalder Ingenieurbaupreis 2017

Bild v.l.n.r.: Franka Stürmer (Geschäftsführung Ernst & Sohn), Prof. Dr. Jan Akkermann (KREBS+KIEFER), Hans Rapsch (IRS), Thomas Runte (KREBS+KIEFER), Michael Heiland, Dr. Holger Jenrich (beide Lahmeyer Hydroprojekt), Prof. Dr. Martin Mensinger (Vorsitzender der Jury; TU München LS für Metallbau).

Im Rahmen der Verleihung des Ulrich Finsterwalder Ingenieurbaupreises 2017 wurde auch die Ingenieurgemeinschaft Krebs + Kiefer und Lahmeyer International für die Planung des Schiffshebewerkes am Drei-Schluchten-Damm in China ausgezeichnet. Die 15. Preisverleihung fand am 10. Februar im Ehrensaal des Deutschen Museums in München statt. Die Jury wurde von Prof. Dr. Martin Mensinger von der TU München geleitet und bestand aus Vertretern der Industrie und Wissenschaft sowie der Familie Finsterwalder.

Sie kam zu folgender Begründung: „Das den Abmessungen nach weltweit einzigartige Schiffshebewerk mit 113 m Hubhöhe, bei dem das Tragwerk zugleich Bestandteil der maschinentechnischen Anlage ist, stellt höchste Anforderungen an alle beteiligten Planer. Dies betrifft die Schnittstellen zum Maschinenbau und zur technischen Ausrüstung ebenso wie Konstruktion und Bemessung der tragenden Bauteile. Aufgrund der extremen Genauigkeitsanforderungen  wurde eine räumliche Modellierung mit numerischen Rechenverfahren unumgänglich, in die wirklichkeitsnahe Werkstoffgesetze zur Vorausbestimmung der Tragwerksformungen einzubringen waren. Die Abstimmung zwischen Planung, Baustofftechnologie und Bauverfahren war für den Projekterfolg von außergewöhnlich hoher Bedeutung. All diese Herausforderungen wurden unter den grundsätzlich anspruchsvollen Bedingungen des Auslandbaus in Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern sehr erfolgreich gemeistert. Insgesamt steht das Projekt aus Sicht der Jury beispielhaft für die Leistungsfähigkeit von Ingenieuren aus Deutschland.“

Prof. Dr.-Ing. Jan Akkermann (Krebs + Kiefer Ingenieure GmbH) nannte in seinem Vortrag alle am Vorhaben beteiligten Ingenieurunternehmen, neben Lahmeyer International GmbH, die IRS Stahlwasserbau Consulting AG und die ehemalige Spezialbau Engineering GmbH (SBE), heute Lahmeyer Hydroprojekt GmbH.